Sommerkonzert

Freuen Sie sich mit uns auf das diesjährigen Sommerkonzert am 12. Juli 2026 um 11:00 Uhr im Ballsaal des Alten Kurhauses, Aachen. In diesem Jahr ist der Bariton Wolgang Schwaiger unser Gast.

Programm

Antonin Dvorák

Gustav Mahler

Franz Schubert

„In der Natur“, Ouvertüre für Orchester, op. 91

„Lieder eines fahrenden Gesellen“

Sinfonie Nr. 9, Große Sinfonie in C-Dur

Naturidylle, Liebesleid und orchestrale Klangpracht bilden den Spannungsbogen der musikalischen Reise. Zahlreiche Spaziergänge haben Antonín Dvořák zu seiner Konzertouvertüre op. 91 „In der Natur“ inspiriert. Aber das Werk begnügt sich nicht mit einer naiven Naturdarstellung, sondern birgt auch überraschende harmonische und formale Wendungen.

Gustav Mahlers Orchesterlieder „Lieder eines fahrenden Gesellen“ sind vor dem Hintergrund einer unerwiderten Liebe zwischen 1884 und 1885 entstanden. In diesen Liedern prallen schwankende, widersprüchliche Stimmungen aufeinander, die Musik ist nicht Illustration, sondern erschließt neue Dimensionen des Textes. Die eher heitere Begegnung mit der Natur wird unterbrochen durch tiefe, emotionale Ausbrüche.

Solist des Liederzyklus ist der Bariton Wolfgang Schwaiger, er gehört zum Ensemble der Kölner Oper und ist ein international gefragter Lied- und Konzertsänger.

Mit einem Roman in vier Kapiteln hat Robert Schumann die Sinfonie Nr. 9 in C-Dur von Franz Schubert verglichen, ein Psychogramm zwischen Traum und Wirklichkeit, Hoffnung und Abgrund.

 Ausgehend von einer punktierten Rhythmik und dem zentralen Intervall der Terz entwickelt sich diese Sinfonie wie in einem ewigen Fluss. Aber immer wieder wird die motivische Entwicklung jäh unterbrochen, stürzt ab, fällt ins Bodenlose, besonders im zweiten Satz. Auch wenn die beiden letzten Sätze heiterer sind, behalten sie dennoch den melancholischen Grundcharakter der Sinfonie bei.

Schubert hat seine große Sinfonie nie gehört, sie wurde erst 1839 von Felix Mendelssohn-Bartholdy uraufgeführt. Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien lehnte dieses großartige Werk zu Schuberts Lebzeiten als zu anspruchsvoll ab. Schumann entdeckte das Autograf zufällig und erkannte sofort die Größe der Großen Sinfonie C-Dur.

Wolfgang Stefan Schwaiger, geboren in Innsbruck, ist ein österreichischer Bariton mit vielseitiger Tätigkeit im Opern-, Konzert- und Liedbereich. Seine musikalische Ausbildung begann früh mit Instrumentalunterricht und Gesang; erste prägende Erfahrungen sammelte er als Altsolist bei den Wiltener Sängerknaben sowie auf der Bühne des Tiroler Landestheaters Innsbruck.

Er studierte Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Karlheinz Hanser und vertiefte anschließend seinen Schwerpunkt im Lied- und Oratorienfach, das er 2019 mit Auszeichnung bei Florian Boesch abschloss. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Kunstlied bildet seither einen zentralen Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit.

Opernengagements führten ihn u. a. an die Oper Köln, wo er seit 2016 Ensemblemitglied ist. Dort übernahm er Partien wie Papageno (Die Zauberflöte), Guglielmo (Così fan tutte), Dandini (La Cenerentola), Ned Keene (Peter Grimes) sowie Figaro (Il barbiere di Siviglia). Weitere Auftritte führten ihn zu internationalen Gastspielen und Opernproduktionen im In- und Ausland.

Neben seiner Operntätigkeit ist Wolfgang Stefan Schwaiger regelmäßig als Lied- und Konzertinterpret zu hören. Sein Repertoire umfasst Werke der Romantik und der frühen Moderne, darunter Liederzyklen von Franz Schubert, Johannes Brahms und Gustav Mahler. Die Verbindung von textlicher Klarheit, musikalischer Präzision und stilistischer Zurückhaltung prägt seine Interpretationen.